Winterspaziergang

I.

Sonnenvergoldet
tanzt der Schnee
vor Himmelblau,
von den Ästen,
auf unsere Köpfe,
streichelt kühl
rote Wangen,
legt sich glitzernd
auf dicke Jacken
und pudert geschickt
noch zwei Hundenasen,
um dann jeden
unserer Schritte
zauberhaft
zu vertonen.

II.

Während
Nasen und Ohren,
Hände und Füße
langsam gefrieren,
erwärmt sich die Seele
und taut das Herz.

08. Dezember 2012

© Antje Münch-Lieblang

Niemals gelben Schnee essen, denn es ist sicher kein Zitroneneis!

Es schneit und der Wald sieht wie verzaubert aus. Nachdem ich jetzt schon knapp zwei Wochen hier in meiner eigenen kleinen Dachwohnung lebe, die direkt am Waldrand liegt, habe ich es endlich geschafft, eine schöne Runde für einen Waldspaziergang ausfindig zu machen. Die Hundefelle hatten, im wahrsten Sinne des Wortes, tierischen Spaß und ich habe es genossen, sie rennen und toben zu sehen, sowie ich den Wald, die Stille und den Schnee genossen habe. Jetzt werde ich mir die Kürbissuppe warm machen, welche mir die Frau Mama gestern abend vorbei gebracht hat und den Flocken noch ein wenig beim Tanzen zuschauen. Kürbissuppe an Schneetreiben – das ist ja wie ein symbolischer Abschied vom Herbst!